- Hermannslauf -

 

                                         Vom Hermannsdenkmal zur Sparrenburg

 

                                                        30.April 2006

 Zwei T-Shirts oder eins?

Weste oder doch lieber Jacke?

Regenmütze oder bloß Stirnband?

Sonnenbrille??? -

- Verstehe einer das Wetter in „OWL“ – zu deutsch: Ostwestfalen-Lippe, für alle, die immer noch nicht dort waren um z.B. den Hermannslauf mitzuerleben, den schönsten Landschaftslauf der Republik.
Aber die Witterungsverhältnisse: Am
30.4.06 gegen 10h30 am Hermannsdenkmal bei Detmold beschloss ich, nächstes Jahr mit ein paar Euro in der Tasche herzukommen und bis zum Start um 11h bei einem heißen Tee gemütlich im Restaurant zu sitzen – boah, kann Frühling in OWL fies kalt sein...
Aber dann! – dann wird man für die Friererei mehr als entschädigt, wenn man nach stimmungsvollem Start die ersten Kilometer sanft bergab rollen lassen kann, der angekündigte Regen ausbleibt, mit den „Nachbarn“ blödelt – bis zur ersten Steigung. Aber gestählt durch Albert – und Turmberg - Trainingseinheiten geht mans gelassen an, und so werden auch alle weiteren Berge mit der wunderbaren Wald- bzw. Heidelandschaft erträglich.
Da wie immer (!!!) alle LT-Läufer klug eingeteilt haben und ruhig losgelaufen sind (...), gibt’s auch nach der Volksfeststimmung in Oerlinghausen und dem Schopketal (um km
20), wo gemeinhin die Gespräche unter den Teilnehmern zu verstummen pflegen, noch genug Puste, um zu quasseln – in meinem Fall mit Tom, den ich dort endlich treffe (im Gewühl des Starts war ich Udo begegnet, dem ich unterwegs noch hin und wieder über den Weg lief; Mandy hatte ich irgendwie verpasst, und Henning und Stefan waren als „Unter-drei-Stunden-Läufer“ eh längst über alle nicht nur sprichwörtlichen Berge). Dort kämpft sich die Sonne endgültig durch, und die restliche  Strecke über vermisse ich nun doch meine Brille. Aber diese  kleinen Widrigkeiten können den Spaß nicht verderben; jetzt setzt die Euphorie der letzten Kilometer ein und dann ist auch schon die Promenade erreicht, die ganz leicht abschüssigen 800-1000m  Asphaltweg zur Sparrenburg, wo die Zuschauer selbst jetzt, Stunden nach der Ankunft der Sieger, noch dichtgedrängt und stehen und jeden bejubeln, der es tatsächlich bis hierher geschafft hat. Was für ein Spaß!
Was für ein Spaß, mit einem bis dahin wildfremden „Mitläufer“ gemeinsam zum Spurt anzusetzen und sich dann im Ziel in die verschwitzten Arme zu fallen (mjam - ), lachend und voller Vorfreude auf die leckere Grillwurst...

Die LT – Triumph – Bilder werden erst später geschossen; mit (halbwegs) vollem Magen freut man sich fotogener.....

Noch Fragen?

Im Zweifelsfalle zu stellen an Mandy, Tom, Henning, Udo, Stefan, Micha N. und

                                                     Ulrike.

Ansonsten: Selber erleben am 29.4.2007

Episode am Rande I:  Der Hermannslauf ist/ macht gesund – selbst wenn man mit Husten + Schnupfen gestartet ist – keimtötende Wirkung nachgewiesen!

Episode am Rande II (bei ca. km 15):  „War das nicht hier, wo letztes Jahr einer lag und still vor sich hin geblutet hat?“ – „ Ja, aber die Platzwunde am Kopf hat er sich geholt, als er umgeknickt und hingeflogen ist und seinen Knöchel gebrochen hat...“ – „ Und zwei Kilometer weiter hab ich die Sanis gesehen mit ihrer Trage, und da sach ich noch zu denen: Macht ma hinne, is nochn Stück, der wartet schon...“

Episode am Rande III: Bei der Kneipe „Brandt´s Busch“, kurz vor der Promenade, wos so richtig rollt, der Zuruf eines „Fans“: „Jaaa, DAT is´n Tempo!!!“