Wie ich zum Laufen kam und der erste Volkslauf in Neureut am 6. April 2003

Angespornt von Joschka Fischers Buch "Mein langer Lauf zu mir selbst", dachte ich mir, dass kann ich auch und packte vor fast einem Jahr meine Laufschuhe aus dem Schrank. Sport habe ich ja schon immer getrieben, aber als ich dann die ersten Runden im Schlosspark keuchend drehte, war mir das ganze doch ein bißchen suspekt. "Naja, da musste durch", dachte ich mir und nach den anfänglichen Motivierungsproblemen klappte es mit dem Laufen immer besser und die Zufriedenheit, den inneren Schweinehund besiegt zu haben, wuchs.

Während meines Auslandssemester fand ich die Homepage des Lauftreffs und nahm gleich nach meiner Rückkehr Kontakt auf, da ich das langweilige Alleinlaufen leid war. Beim ersten Mal lief ich bei den Rennschnecken mit und es war so ganz nett.

Nachdem ich bei dem "Promotionlauf" für die Olympiade Stuttgart 2012 teilgenommen hatte, hörte ich davon, dass am nächsten Tag ein Volkslauf, 10 Km in Neureut, stattfinden soll und hatte Blut geleckt.

Netter Weise holten mich Klaudia und Ostsee-Thomas mit dem Auto ab, so dass ich keine logistischen Probleme mit Strassenbahn oder Bus hatte. Nach der Nachmeldung und dem Umziehen war ich doch recht aufgeregt. Am Start dann gliederte ich mich in den Schluss ein, da ich der Verführung widerstehen wollte, mich am Anfang von der Masse mitreisen zu lassen. Die ersten Kilometer liefen auch wie geschmiert; nur nach Kilometer sieben fing es dann an. Die Beine wurden schwerer und schwerer. Ich versuchte mich selbst zu motivieren, indem ich mir vorstellte, dass meine Kommilitonen, Freunde und Eltern am Straßenrand stehen würden - und die wollte ich ja wirklich nicht enttäuschen.

Die letzten Kilometer hängte ich mich hinter einen Läufer, da es auch recht windig wurde, den ich dann noch kurz vor Schluss überholen konnte. Mit meiner Zeit von 54 Minuten war ich ganz zufrieden. Es gibt ja noch so viele Volksläufe zum Üben.

Mein nächstes großes Ziel ist es am Baden-Halbmarathon mitzulaufen. Schauen wir mal.

Bis dann

Regina