Lauftreff LT Karlsruhe

Oberwald-Lauf 2002 - Mein erster Volkslauf 

Hallo liebe 'Mitläufer', 

bevor ich zu dem kurzen Bericht über mein Volkslauf-Debüt komme, möchte ich mich  denjenigen vorstellen, die mich noch nicht kennen (bin ja erst seit 2 Wochen mit von der  Partie). Mein Name ist Alexander Jäckle und ich bin ein 25jähriger Single-Elektrotechnik-Student mit  Wohnsitz in Durlach.  

Wie ich zum LT Karlsruhe gekommen bin?  Seit etlichen Jahren gehe ich bereits ab und zu mal laufen, bisher allerdings meistens allein.  Manchmal ist das auch ganz schön, um mit den Problemen des Alltags aufzuräumen. Aber  nicht selten hatte ich einfach den Wunsch nach Gesellschaft. So kam es dann, dass ich unter  dem Eindruck des diesjährigen Durlacher Turmberglaufs, den ich als Zuschauer von meinem  Fenster aus verfolgt habe, in den Weiten des Internet nach einem Lauftreff in Karlsruhe zu  suchen begann. Nach einer Weile landete ich auf der LT-Homepage und kurze Zeit später nahm ich mit  Klaudia per E-mail Kontakt auf. Eine Woche danach hatte ich bereits mein erstes  Wintertraining in geselliger Runde. (An dieser Stelle möchte ich direkt einmal erwähnen, dass  ich von der LT- Infoarbeit via E-mail begeistert bin.) 

Nun aber zum Oberwaldlauf 2002: Eigentlich wollte ich ja erst im nächsten Jahr beim Turmberglauf mein Wettkampfdebüt  feiern und bis dahin fleißig trainieren, aber wie so oft kam's mal wieder ganz anders. Der Verlockung in Form von Erzählungen anderer LT-Anhänger über den letztjährigen  Oberwaldlauf konnte ich einfach nicht widerstehen und so stand ich am Samstag, den  19.10.02 Punkt 13:00 Uhr, bei sehr schwierig einzuschätzenden Witterungsverhältnissen, an  dem üblichen LT-Treffpunkt vor der Europahalle. Von dort aus brachte mich der LT- Karlsruhe-Shuttle-Service direkt zum Ort des Geschehens. In Rüppurr angekommen, holten  wir zunächst unsere Startnummern (angemeldet hatte ich mich bereits über das Internet) ab,  ein wahrhaft historischer Moment für mich. Nach den Gruppenfotos (die Gruppe bestand  übrigens aus 18 Läuferinnen und Läufern) und kurzer Beratung über die richtige  Laufbekleidung ( ich entschied mich für die langen Lauftights und das Langarmtrikot) ging es  dann ans Einlaufen. Gut aufgewärmt und gestretcht fanden wir uns dann am Start, direkt  neben dem Stadion des TuS-Rüppurr, ein. Nach Absprache mit Harald bestand meine  Renntaktik letztendlich darin, mich an seine Fersen zu heften. Als der Countdown begann und die Spannung in mir stieg, wagte ich einen kurzen Blick auf  meine Pulsuhr, konnte aber meinen Augen kaum glauben. Wenn ich jetzt schon 'fast' auf 180  war, wie sollte ich denn dann 10km überstehen.  Viel Zeit zum Überlegen blieb mir allerdings nicht, denn prompt ertönte der Startschuss und  die ganze Meute ( 434 Teilnehmer) setzte sich in Bewegung. 

Harald und ich hatten uns so im  ersten Drittel postiert. Gleich nach dem Start wurde es ganz schön eng und um uns Luft zu  verschaffen, mussten wir einen kurzen Ausflug in den matschigen Seitenstreifen  unternehmen. Nach einem halben Kilometer war das Feld dann aber bereits so weit  auseinandergezogen, dass ich meinen Laufrhythmus gefunden hatte und keine Gefahr mehr  bestand, Harald plötzlich aus den Augen zu verlieren. Bei jeder Kilometermarkierung habe  ich Harald kurz unsere Zwischenzeit mitgeteilt, aber mir schien, als wäre das gar nicht nötig  gewesen, denn Haralds innere Uhr lief anscheinend perfekt. Zu Beginn schaute ich noch ab  und an auf meine Pulsuhr, aber nach 3km entschied ich, nur noch nach Gefühl zu laufen. Um nicht allzu sehr zu verkrampfen, versuchte ich, auch etwas von der Natur um uns herum  wahrzunehmen. Hat ganz gut geklappt. Bei den Trainingsläufen im Oberwald konnte ich leider nicht mitmachen, hatte aber die  Strecke zu Beginn der Woche mit dem Rad abgefahren. Zur 'mentalen' Vorbereitung bin ich  den Rundkurs dann noch ein paar mal im Kopf durchgegangen, allerdings, wie sich kurz nach  dem Start herausstellte, in der falschen Richtung. Nichtsdestotrotz würde ich sagen, dass mir  das unwahrscheinlich viel gebracht hat. Ja, und die Fersen von Harald? Ich habe es tatsächlich geschafft, bis zum Ziel an Ihnen dran  zu bleiben. Die Zweifel, ob ich denn das Tempo bis zum Schluss mitgehen kann, waren zwar  während des Laufs vorhanden, aber lange nicht so groß, wie ich befürchtet hatte. Die Ankunft im Ziel war ein tolles Erlebnis und eines ist mir jetzt schon klar: Dies war mit  Sicherheit nicht mein letzter Volkslauf. Die Atmosphäre, die bei einem solchen Event  herrscht, muss man einfach selbst einmal erlebt haben. Am besten natürlich in einer Gruppe  wie dem LT Karlsruhe ;-) 

Keep On Running, Alex.