Liebe LT‘ ler,

es begann letztes Jahr irgendwann im Mai. Da wurde ich von Nina und Rainer gefragt, ob ich gerne Teil einer Ironman-Staffel sein möchte. Nina schwimmt, Rainer fährt Rad und meine Aufgabe ist es am Schluss den Marathon zu laufen. Nach einer Bedenkzeit habe ich zugesagt.  Und so begann das Abenteuer, für das man sich schon ein Jahr im Voraus anmelden muss, um überhaupt starten zu dürfen. Vor Ort gab es 2013 dann auch einige Schlachtenbummler und als von dieser Staffel-Anmeldung erzählt wurde bildete sich spontan noch eine zweite Staffel des LT Karlsruhe – Markus (Schwimmen), Björn (Rad) und Petra (Laufen).

Am Freitag, den 18.07.2014 begaben wir uns nach der langen Wartezeit nach Roth und hinein in das Abenteuer. Ab dem Mittag erreichten wir nach und nach den von Angelika hervorragend ausgesuchten Gasthof, in dem wir das lange Wochenende verbrachten. Es bedarf wohl auch kaum einer Erwähnung, dass auch diese Unterkunft ein Jahr im voraus gebucht werden musste.

Mit den mitgebrachten Fahrrädern sind Petra und ich an den Rothsee gefahren um die zuvor schon Eingetroffenen zu begrüßen. Nach mehreren Telefonaten haben wir sie dann am Hundestrand gefunden. Diese Ecke des Sees lud eher nicht so zum Baden ein. Am späten Nachmittag stand dann Roth mit Registration auf der Triathlon-Messe und Rockparty auf dem Marktplatz an. Die Party auf dem Marktplatz war aber schon extrem voll, keine Sitzplätze und nach einem Imbiss haben wir uns auf den Rückweg zum Gasthof gemacht. Dort waren auch inzwischen Katja und Björn eingetroffen und nach einigen kalten Getränken bereiteten wir uns auf den nächsten Tag vor.

Dieser bestand wieder aus einem Trip zum Rothsee (diesmal zum richtigen Strand) und am Nachmittag Triathlon-Messe mit Einweisung der Athleten. Besonders interessant der Strafkatalog für Radfahrer. Ein gemeinsames Abendessen im Gasthof zu unverschämt günstigen Preisen schloss diesen Tag ab. Kleine Anekdote hierzu: Auf den Hinweis von Angelika, es gäbe auch Damwild im Angebot, erfolgte die Riposte von Petra:  Ihr könnt doch nicht „Bambi“ essen!! Irgendjemand tat es trotzdem. 

Und dann kam der Sonntag, unbarmherzig! Schwimmstart für Nina und Markus um 8:50 Uhr. Einige sind zum Start mit den Fahrrädern runtergefahren. Ich selbst habe die Zeit zum Relaxen im Zimmer genutzt. Alles lief bestens bis zum Wechsel von Nina zu Rainer. Nina stieg nach einer tollen Schwimmleistung aus dem Wasser und Rainer war nicht da! Er musste ausgerufen werden. Man fand ihn unter einem Lastwagen im Schatten. Nun in Wirklichkeit war er schon auf dem Weg zur Wechselzone, hatte aber eben nicht mit der Superzeit von Nina gerechnet. Aber all zu viel Zeit hat das nicht gekostet. Auch Markus kam mit einer ansprechenden Zeit aus dem Wasser und Björn übernahm. Die Fans und die Akteure (außer den Radfahrern natürlich)  trafen sich dann wieder im Gasthof und nach einem leichten Mittagessen sind Petra und ich nach Roth gefahren, um uns an Wechselstelle 2 einzufinden. Von da an waren es noch weit über 2 Stunden bis als erstes Rainer den “Staffelstab” an mich übergab. Das war ca. gegen 16:20 Uhr. Kurz danach durfte auch Petra auf die Strecke. Schon für die Radfahrer waren die äußeren Bedingungen mörderisch. Aber auch für die Läufer nicht wirklich besser. War es zu meinem Start ein bisschen bewölkt, kam am Kanal die Sonne wieder voll raus. 30° C und hohe Luftfeuchtigkeit ist einfach kein Wetter für einen Marathon. Obwohl mit nur mäßigem Tempo unterwegs hat mich die Hitze extrem geschlaucht. Und am Kanal entlang gab es keinen Schatten! Bei km 15 kam mir erstmalig Petra entgegen (Diverse Wendepunkte). Da ging es mir noch einigermaßen gut. Trotzdem habe ich da schon begonnen an den Getränkestationen meinen Flüssigkeitsbedarf gehend einzunehmen. Bei km 21 kam der Gewitterschauer, der aber zunächst keine Erleichterung brachte. Und außerdem war ich schon platt. Das Wissen, das im Ziel die Mitstreiter warten, trägt einen aber immer weiter. Mit einigen längeren Gehpausen zwischendrin kam ich dann irgendwie in die Nähe des Ziels und im Endspurt war ich doch erstaunt, dass ich noch ein paar Geschwindigkeitsreserven hatte. 500 m vor dem Ziel nahmen mich Nina und Rainer in Empfang und gemeinsam liefen wir im Stadion über den roten Teppich und die Ziellinie. Der Wille hat mich irgendwie dorthin gebracht und es war ein irres Gefühl in dieses kleine Stadion über den roten Teppich ein zu laufen und wieder einmal einen Marathon geschafft zu haben. Die Zeit war an diesem Tag nicht relevant.

Kurz danach wurde auch Petra ins Ziel geleitet. Ich finde es nur einfach krass, wie unverschämt gut sie noch auf den Zielfotos aussieht, während mir die Strapazen deutlich anzusehen waren. Aber eine kurze Massage später und nach den Köstlichkeiten im Runners Heaven überwog die Glückseligkeit.

Leider war es unserem Einzelläufer Knut Weinhold nicht vergönnt seinen Triumph vom Vorjahr zu wiederholen. Massive gesundheitliche Probleme haben ihn zur Aufgabe bewogen. Und als Amateur war das die absolut richtige Entscheidung.

Am Montag ging es wieder auf den Heimweg und nachdem wir auch den Stau überwunden hatten, waren Petra und ich um ca. 14:30 Uhr wieder zu Hause.

Fazit: Es war ein tolles gemeinschaftliches Erlebnis mit einer tollen Stimmung bei diesem Event. Unsere eigens mitgebrachten Schlachtenbummler waren aber nicht zu übertreffen. Roth war eine Reise wert.

 

 

Hier noch die Ergebnisse und ganz unten ein paar ausgewählte Impressionen.

 

Platz

Platz

Startnr.

Name

Finish

170

441

4462

» LT KARLSRUHE 1    Nina Müllner, Rainer Kaps, André Hanauer                      

11:56:02

clip_image002[2]

210

525

4605

» LT KARLSRUHE 2    Markus Possiel, Björn Hermannek, Petra Bambynek

12:30:05

 

Sportliche Grüße

André